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Kindergarten und Hort

Otelfingen

Wie ein Schmetterling breitet der Kindergarten seine „Flügel“ in die Landschaft aus. Die ein- und zweigeschossige Gliederung verleiht dem Bau die Leichtigkeit von frei in die Landschaft gestellten Pavillonbauten und bildet einen adäquaten Masstab für die Kinder.

Durch die mehrflüglige Anordnung und Schichtung der verschiedenen Kuben und ihren Nutzungen ergibt sich eine differenzierte Volumetrie, bei der die einzelnen Kindergarteneinheiten und der Hort ablesbar sind. Die Volumetrie und architektonische Erscheinung des Gebäudes ist allseitig ausgerichtet; das Bauwerk zeigt zur Landstrasse hin nicht seinen „Rücken“ sondern weist in alle Richtungen eine analoge Gestaltung auf.

Bauherrschaft
Gemeinde Otelfingen

Zeitrahmen
2013

Bausumme
4,4 Mio. CHF

Auftrag
Eingeladener Projektwettbewerb, 1. Preis

Architekt
Eglin Schweizer Architekten AG

Planerteam
Makiol + Wiederkehr Holzbau-Ing., Beinwil am See
Schrämmli I Landschaftsarchitektur, Brugg
Wittwer Krebs Engineering GmbH, Brugg

Bilder
Eglin Schweizer Architekten AG

Gebäudevolumen SIA 416
4’192 m3

Geschossfläche SIA 416
1’177m2

Standort
Landstrasse, 8112 Otelfingen

Die einzelnen Kindergärten sind durch ihre Anordnung und Möblierung vielfältig nutz- und bespielbar: Eine Garderobe- und Gruppenraumschicht bilden Eingangs- und Rückzugsort. Ein Schrankmöbel mit viel Stauraum und integrierten Waschbecken trennt die Puppen- und Bauecke vom Hauptraum ab.

Die klare Ordnung des Grundrisses erhält durch den leichten geometrischen Verzug eine gewisse Dynamik und Leichtigkeit, die das Gebäude besser in die Situation einbettet. Auch im Innenraum sind die leicht schräg zueinander stehenden Wände spürbar und unterstützen das Raumgefühl. Die Grundrissform des Kindergartens kann dabei auch an die Form eines Schmetterlings erinnern.

Die gut proportionierten und zweiseitig belichteten Haupträume ermöglichen den Kindern und Lehrpersonen eine abwechslungsreiche Nutzung. Die unterschiedlich grossen und angeordneten Fenster geben den Blick frei in den Aussenraum und schaffen stimmungsvolle Lichtverhältnisse im Innern.

Über die Treppe und einen zweigeschossigen Luftraum ist der Hort im Obergeschoss erschlossen. Dessen Nutzungen (Essen und Aufenthalt) sind analog zum Erdgeschoss übersichtlich gruppiert. Der Erschliessungsbereich ist grosszügig dimensioniert, vielfältig nutzbar und weist auch zahlreiche Sichtbezüge in die Umgebung auf. Die grosszügigen Dachterrassenbereiche ermöglichen zudem einen kontrollierten Aufenthaltsbereich an der Sonne und frische Luft für die Kleinkinder. Im Obergeschoss werden die einzelnen Räume von einem grosszügigen, mäandrierenden Aufenthaltsbereich aus erschlossen, welcher durch seine Form einladende Zonen schafft.

Die Setzung und Ausrichtung des Gebäudes an der nordseitigen Landstrasse bietet sowohl einen optimalen Lärmschutz wie auch eine möglichst grosse Frei- und Spielfläche im Süden. Der Eingang für die Gesamtanlage erfolgt, dem Hauptstrom der Kinder entsprechend, von der südwestlichen Ecke über eine geschwungene Hartfläche.

Für ein Kind ist der Eintritt in den Kindergarten ein wichtiger Schritt in seiner Entwicklung. Spielerisch macht es den ersten Schritt aus dem Elternhaus in den Kindergarten als Vorstufe zur Schule. Die Lesbarkeit der einzelnen Kindergartenklassen erleichtert den Kindern die Orientierung sowie die Identifizierung mit ihrer Gruppe und damit den Einstieg in den Kindergarten. Die Grundrissform des Kindergartens kann dabei auch an die Form eines Schmetterlings erinnern.

Der Holzelementbau ist mit einer leicht vorvergrauten Lärchenverschalung verkleidet, welche mit der Alterung eine natürliche Patina entfaltet und dem Bau eine angemessene äussere Erscheinung verleiht. Im Innern zeigt sich die Schalung der Holzkonstruktion, welche eine ruhige und warme Atmosphäre ausstrahlt und die eine optimale Akustik in den Unterrichtsräumen gewährleistet. Die Fenster sind auf unterschiedlichen Höhen platziert – mit 50cm Brüstung und Fensterbank für die Kinder als Tisch und Spielfläche nutzbar, ebenerdig liegend mit direktem Blickkontakt in den Aussenraum.