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Schulhaus Dorf

Lengnau

Das neue Schulhaus Dorf ist der erste realisierte Teil eines Gesamtkonzeptes für die ganze Schulanlage.

Das nach Minergie Standard erstellte Schulhaus steht neben der denkmalgeschützten Synagoge und bildet zusammen mit den anderen Schulhausbauten den zentralen Schulhausplatz – das Herz der Schulanlage. Das Schulhaus ist kompakt und übersichtlich organisiert. Es zeichnet sich durch eine ausgezeichnete Belichtung, grosse Transparenz und einen Erschliessungsbereich mit Blick und Bezug zur Umgebung aus. Durch die Integration in die vorgefundenen dörflichen Strukturen gliedert es sich adäquat in die Gesamtanlage ein.

Bauherrschaft
Gemeinde Lengnau

Zeitrahmen
2012 – 2014

Bausumme
6.5 Mio. CHF

Auftrag
Selektiver Projektwettbewerb 2012, 1. Preis

Architekt
Eglin Schweizer Architekten

Planerteam
Naef Landschaftsarchitekten, Brugg
Heyer Kaufmann Partner Bauingenieure, Baden
Leimgruber Fischer Schaub AG, Ennetbaden
Hefti, Hess, Martignoni, Aarau
Steigmeier Akustik + Bauphysik GmbH, Baden

Fotograf
Thomas Aus der Au
Eglin Schweizer Architekten AG

Gebäudevolumen SIA 416
6’260 m3

Geschossfläche SIA 416
1’560 m2

Standort
Zürichstrasse 2, 5426 Lengnau

Presse
CRB, OAK

Von der zentralen Erschliessungszone im Erdgeschoss führt eine grosszügige Treppe ins Obergeschoss.

Grundriss Erdgeschoss
Im Erdgeschoss liegen die von der gesamten Schule genutzten Räume wie Bibliothek, Heilpädagogik- und Religionszimmer sowie die Garderobe.

Situation
Die ortstypische Dorfstruktur von Einzelbauten mit Zwischenräumen wird weitergeführt.

Durch die Platzierung des Schulhausneubaus entsteht ein differenziertes aussenräumliches Gefüge von Orten mit unterschiedlichen Qualitäten und Nutzungen. Über einen gedeckten Aussenbereich erreicht man die zentrale Erschliessungszone.

Grundriss Obergeschoss
Das Obergeschoss mit den vier gut proportionierten Unterrichts- und dazwischen liegenden Gruppenräumen und einer grosszügigen Erschliessung bietet einen optimalen und vielfältig nutzbaren Rahmen für die Primarschule.

Befürchtungen, die benachbarte denkmalgeschützte Synagoge könne durch den Neubau Schaden nehmen, stellten sich nach ausgiebigen Untersuchungen und Sondierbaggerungen als unbegründet heraus. Ein sensibler Umgang mit bestehender Bausubstanz von wichtigem historischen Wert stellte eine grundlegende Rahmenbedingung dar und war für die erfolgreiche Realisierung des Projekts ausschlaggebend.

In den raumhohen Schrankelementen der Klassenzimmer sind gleichzeitig auch die Steigzonen und Lüftungsinstallationen untergebracht. Diese Systemtrennung von statisch wirksamen und von haustechnischen Bauteilen ermöglicht einfache Inspektions- und Wartungsabläufe.

Die Klassenzimmer und Gruppenräume im ersten Obergeschoss verfügen über hohe Belichtungsqualitäten und machen durch das innen ablesbare Schrägdach die windmühlenartige Grundrissform erlebbar.

Die grosszügige Gangzone wird zum Begegnungsraum. Wandpaneele aus Holz bilden gleichzeitig die Garderoben und sorgen für angenehme akustische Rahmenbedingungen.

Modellstudien

Grundriss Untergeschoss
Im Untergeschoss befinden sich die über eine Böschung natürlich belichteten Räume für die Tagesstrukturen, Musikzimmer, Malatelier sowie Lager- und Technikräume.

Beim Aushub der Baugrube stellte der hohe Grundwasserstand eine grosse Herausforderung dar. So musste durch Wasserhaltung das im Aushub zutage tretende Wasser laufend entfernt werden. Dies erforderte eine Drainage (mit Pumpanlage), welche sich über das gesamte Grundstück und erstreckte.

Die Grundsteinlegung konnte im September 2013 planmässig erfolgen.